Der JAM19 in Salzburg

Von 18. bis 20. Oktober 2019 fand an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg der Junge Allgemeinmedizin Kongress (JAM19) statt. Dieser war mit mehr als 115 TeilnehmerInnen schon im Vorfeld bis auf den letzten Platz ausgebucht. Das zeigt, dass die Allgemeinmedizin für JungmedizinerInnen sehr wohl attraktiv ist, wenn das Angebot stimmt.

Mit über 115 TeilnehmerInnen konnte beim JAM19 erstmals der 100er geknackt werden.

Aus ganz Österreich kamen ÄrztInnen in Ausbildung, aus der Praxis und Medizinstudierende zur Fortbildung zusammen. Dabei tauschten sie sich über die vielfältigen Aspekte und aktuellen Herausforderungen der Hausarztmedizin aus, wie etwa den neuen Formen der Zusammenarbeit in Gemeinschafts- und Gruppenpraxen. Ein wesentlicher Diskussionspunkt war auch die dringend notwendige Verbesserung der Ausbildungsqualität zukünftiger Hausärztinnen und Hausärzte. In diesem Zusammenhang wurde auch die Notwendigkeit eines Facharztes für Allgemeinmedizin gefordert.


In den Eröffnungsreden hob Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Dr. Christian Stöckl die Bedeutung der Allgemeinmedizin hervor und der Obmann der Salzburger Gebietskrankenkasse, Thom Kinberger, betonte die wichtige Zusammenarbeit zwischen ÄrztInnen und Sozialversicherung. Im weiteren Verlauf des Kongresses zeigte sich trotz eines hohen Informations- und Diskussionsbedarfs die Motivation und Begeisterung der teilnehmenden JungmedizinerInnen für die hausärztliche Tätigkeit.

Auch der Salzburger Gesundheitslandesrat Mag. Dr. Christian Stöckl sattete dem JAM19 einen Besuch ab und hob die Relevanz der Allgemeinmedizin hervor.

Genauso vielfältig wie das Fach Allgemeinmedizin war auch die Zusammenstellung des Kongressprogrammes. Einen Höhepunkt bildete beispielsweise die Podiumsdiskussion der Buchautorin und Journalistin Ingrid Brodnig (Profil) mit der Kinder- und Hausärztin Dr. Anita Mang zum Thema Impfskeptizismus. Vor allem praktische Workshops zu den wichtigen Themen Point-of-care-Ultraschall oder Diabetes waren besonders nachgefragt. Auch Die Patientensicherheit wurde in einem eigenen Programmpunkt zum Thema „To err is human“ in den Vordergrund gestellt.

Die Podiumsdiskussion zum Thema „Impfskeptizismus“ mit Mag. Ingrid Brodnig (links) und Dr. Anita Mang (rechts).

Ein weiteres Highlight waren die Social Events. Neben den Abendveranstaltungen „Speed frieding“ und „Pub quiz“ waren einige besonders sportliche TeilnehmerInnen bereits früh morgens beim „Morning city run“ dabei. In so vielen Hinsichten war der JAM19 einfach unschlagbar und auf jeden Fall der bisher erfolgreichste JAM-Kongress!

Die sportlichen TeilnehmerInnen des „Morning City Run“ bei wunderschöner Kulisse.